Nachrichten von einer Insel

Film von Stefania Smolkina, 14 min, 2020

Eine Frau steckt auf einer Insel im Ozean fest. Weder versteht sie, noch spricht sie die fremde Sprache. Der gerade erst begonnene Urlaub dreht sich immer mehr um die Situation auf der Insel die sich aufgrund einer Pandemie immer mehr verändert. Ihre Erlebnisse und Sorgen verfasst sie in Sprachnachrichten. Jede Nachricht fängt jeweils mit derselben Aussage an: „Nachrichten von einer Insel, Nachrichten von einer Insel...“, wie eine verlorene Radiostation, schickt sie ihre Signale in andere Teile der Welt. Die Nachrichten von der Insel kommen an in einem deutschen Studentenwohnheim und zerstreuen sich im Raum. In dem Raum, der durch die entpersonifizierte Architektur und Einrichtung das Gefühl von Entfremdung und Distanz andeutet. Durch die Plattenbauten aus DDR-Zeiten fließen Studentenströme aus aller Welt ohne irgendeine Evidenz oder Spuren zu hinterlassen. Nur Details, Geräusche machen diese Vielfältigkeit sichtbar. Es wird gekocht, gewaschen und Empfehlungen für Selbstisolation umgesetzt. Zwischen verschiedenen Glasschichten – Bildschirm, Spiegel, Fensterglas, Kameraobjektiv – flattern die unterschiedlichen Geschichten und Schicksale hin und her, und verknüpfen sich zu einem Film.

News from an island

Film by Stefania Smolkina, 14 min, 2020

A woman is stuck on a small island in the ocean. She neither understands, nor speaks any foreign language. Her holiday that just started is increasingly concerned with the situation on the island, which is changing more and more due to spreading pandemic. She records all her experiences and worries in voice messages. Each message begins with the same announcement: “News from the island, news from the island …”, like a lost radio station, sends its signals to other parts of the world. The news from the island is received in Germany, in a student dorm and disperses in space. In a depersonalized architecture, space enhances the feeling of alienation and distance. Through panel buildings from the GDR era, streams of students from all over the world flow without leaving any evidence or trace. People cook, do the laundry, use different strategies to survive the isolation. Different stories and fates move between different layers of glass – screens of devises, mirror, window glass, camera lens – and link together to a form of a film.

Felix

Nesren

Clarita